Archdorf Route 3 - Ihr nicht helfen

        Schweren Herzens entscheidest du dich dafür sie hier zu lassen. Dein Leben ist in Gefahr und du willst nichts riskieren. Du hast irgendwie das Gefühl, dass wenn du ihr helfen würdest, der Mörder zurückkommen würde und wenn du die Wahl hast ihr Leben oder dein eigenes zu retten wählst du deines. Du kennst sie nicht mal und hast Angst vor dem Sterben. Von der möglichen Folter ganz zu schweigen. Zudem denkst du an das Leid deiner Familie – nicht nur über deinen Verlust, sondern auch finanziell, wenn du nicht mehr da wärst. Selbst wenn du sie losmachen würdest, wüsstest du nicht mal ob sie laufen kann und sie würde dich bei deiner Flucht nur behindern. Schuldbewusst kneifst du die Augen zusammen und wendest dich von dem Mädchen ab. Du läufst die kleine Treppe hoch zu der einzigen Tür im Raum und versuchst vorsichtig und leise sie zu öffnen. Vergebens. Sie ist abgesperrt. Verzweifelt weichst du einen Schritt zurück. Das hättest du dir denken können. Du betrachtest die Axt in deinen Händen und denkst, dass du wohl damit die Tür einschlagen könntest, um hier rauszukommen. Aber der Lärm, der dadurch erzeugt wird, könnte womöglich den Mörder alarmieren. Du siehst dich im Raum um und dein Blick fällt auf die Folterwerkzeuge. Dort könnte eventuell etwas dabei sein, womit du die Türe aufbekommst. Dafür gibt es aber keine Garantie und die Instrumente zu durchwühlen würde erneut eine Menge Zeit kosten. Nervös schaust du hin und her, während wertvolle Sekunden verstreichen. Eine falsche Entscheidung könnte dir dein Leben kosten.

de_DEDeutsch